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oder In Kuhstorf sind die Cowgirls los! |
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Nicht in den Weiten Amerikas, sondern mitten im schönen
Mecklenburg Kühe zu treiben - das ist seit kurzem in Kuhstorf möglich. Ralf Noetzel vom Grünen Dienst konnte den Landwirt Carsten
Niebuhr von der Idee begeistern, mit seinen Pferden die Herde von mehr als
fünfzig Rindern über riesige Koppeln zu bewegen. „Wir haben unsere Pferde durch
Ines Fritsche von der Tara-Ranch in Moraas im Westernstil ausgebildet, und so
hegten wir schon lange den Wunsch, wie richtige Cowboys mit Rindern zu
arbeiten.“Die in Deutschland wenig bekannte kalifornische Reitweise,
bereitet Pferd und Reiter bestens darauf vor, schnelle Wendungen, Stopps und
Sprints zu absolvieren, die für das Kuhtreiben erforderlich sind. Beim ersten Kontakt mit den beeindruckend großen Rindern
waren Ralf und seine Cowgirls etwas
aufgeregt. Alle waren sehr überrascht vom Mut ihrer Pferde, die innerhalb
weniger Minuten begriffen, dass sie nicht flüchten mussten, sondern umgekehrt
sie die Kühe bewegen konnten. Dieser Mut übertrug sich dann auch schnell auf
die Reiter. So gelang es innerhalb der ersten Stunde, die Herde im gemächlichen
Tempo um ein Wäldchen herum zu treiben. „Es macht unheimlichen Spaß zu sehen,
wie schnell die Pferde ihre Aufgabe begreifen und häufig vor dem Reiter
bemerken, wenn ein freches Jungrind mal ausscheren will. Dann muss man in hohem
Tempo hinterher sprinten, um es wieder zu seiner Herde zu führen“, erklärt
Gabriele Fründt begeistert. Die harmonische Zusammenarbeit zwischen Reiter, Pferd und Rind
klappt ausgezeichnet, wobei der Tierschutzgedanke selbstverständlich immer im
Vordergrund steht. So soll die Herde grundsätzlich nur langsam gehen, und
selbst auf ihre Mittagspause ab zwölf Uhr wird Rücksicht genommen. Der
Spaßfaktor spielt natürlich eine große Rolle, und das funktioniert eben nur mit
vernünftig ausgebildeten Pferden.Trainerin I.Fitsche: „Seit vielen Jahren bilde ich die
Pferde und die Reiter langsam und geduldig gymnastizierend in der kalifornischen Reitweise aus. Es ist
für mich wunderbar zu sehen und zu fühlen, wie Pferd und Reiter diese
Ausbildung in der Praxis harmonisch umsetzen können.“ |